Myokardszintigraphie

Durch modere Untersuchungs- und Behandlungsmethoden konnte die Sterblichkeit bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) deutlich gesenkt werden. Dennoch sind die KHK und der akute Herzinfarkt die häufigsten Todesursachen in Deutschland, wie die Deutsche Herzstiftung in ihrem „Euroheart-Bericht“ 2009 berichtet. Daher ist es um so wichtiger eine KHK frühzeitig zu erkennen, das Ausmaß der Erkrankung einzuschätzen und die richtigen Therapie- bzw. Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Wer unter Brustschmerzen oder Luftnot unter Belastung leidet, die sich in Ruhe bessern sollte dringend zum Arzt gehen. Besteht dann tatsächlich der Verdacht auf eine KHK kann eine Szintigraphie des Herzmuskels angezeigt sein.

Mit der Myokardszintigraphie wird die Durchblutung des Herzens dargestellt. So ist es möglich mittels einer Belastungs- und einer Ruheuntersuchung festzustellen, ob Durchblutungsstörungen einzelner Herzmuskelabschnitte vorliegen. Damit steht uns eine Methode zur Verfügung, um abzuschätzen, ob eine relevante Verengung der Herzkranzgefäße vorliegt. Die Methode kann auch dazu verwendet werden, um die Blutversorgung des Herzmuskels nach Aufdehnen von Herzkranzgefäßen oder nach Einlage von Gefäßstützen, sogenannter Stents, in Herzkranzgefäßen zu beurteilen.

Lungenszintigraphie

Myokardszintigraphie: Zunächst werden Aufnahmen vom Herzen angefertigt, nachdem ein „Tracer“ bei einer definierten Belastung (zum Beispiel beim Radfahren) gespritzt wurde. Anschließend werden noch einmal Aufnahmen angefertigt, nachdem der „Tracer“ unter Ruhebedingungen gespritzt wurde. Die Aufnahmen werden berechnet und in drei Schnittebenen dargestellt. Die einzelnen Schnitte werden miteinander verglichen, um sehen zu können, ob die Durchblutung des Herzmuskels unter Belastung ausreicht und ob sich Narben im Herzmuskel befinden.